FDP schlägt alternative Standorte vor

Pauschales Nein zur Kita Heilkenstraße allein reicht nicht

Um die Kinderbetreuung in Zukunft in Wetter quantitativ und qualitativ zu sichern, müssen zwingend zeitnah zusätzliche Betreuungsplätze geschaffen werden.
„Die bisherige Standortsuche für eine neue Kita stellt sich aber alles andere als transparent dar. Der Politik wurde einzig das momentan in Planung befindliche Gelände an der Heilkenstraße als geeignet vorgelegt, ohne Untersuchungsergebnisse anderer Suchräume.“, kritisiert André Menninger, FDP-Fraktionsvorsitzender.
Der Standort an der Heilkenstraße wird bisweilen als alternativlos dargestellt, sodass der Eindruck gewonnen werden kann, die politischen Gremien hätten einzig und allein die Wahl zwischen diesem oder dem Verzicht auf weitere Betreuungsplätze. „Das darf einfach nicht sein. Die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort sind ernst zu nehmen. Es ist Aufgabe der Politik noch einmal alle Hebel bei der Standortsuche in Bewegung zu setzen. Ein pauschales „Nein“ politischer Kräfte, wie es jüngst in der Presse zu lesen war, hilft dabei aber niemandem. Dies hat einzig und allein zum Ziel, Wählerstimmen zu gewinnen und gefährdet die Schaffung neuer Betreuungsplätze. Wir als Liberale sehen hingegen die Verantwortung für die Familien in Wetter und waren die einzige Fraktion, die in der Vergangenheit konkrete Alternativen, wie z. B. das Grundstück der Ev. Kirchengemeinde in Grundschöttel/Pommelshöhe, in die politische Öffentlichkeit gerückt haben.“, so FDP-Bürgermeisterkandidat Alexander Stuckenholz. „Dafür wurden wir sowohl von der Verwaltung wie den meisten übrigen Fraktionen kritisiert.“
Es dürfe nicht sein, dass der Verwaltung Alternativen offeriert, diese aber einfach als ungeeignet eingestuft werden, ohne die Möglichkeiten und Kriterien genau darzulegen, so die Liberalen. Es müsse endlich Klarheit darüber herrschen, welche alternativen Standorte genau nach welchen Maßstäben geprüft wurden und welche Gründe gegen diese sprachen. „Wir glauben nicht, dass dieser Standort alternativlos ist, sondern der Suchprozess noch einmal konstruktiv angegangen werden muss. Wir fordern daher die Möglichkeiten auf dem Grundstück der ev. Kirchengemeinde erneut zu prüfen und die Ergebnisse darzustellen.“, ergänzt Jenny Westermann, FDP-Mitglied im Jugendhilfeausschuss.
Um die verfahrene Situation aber konstruktiv aufzulösen, schlagen die Freien Demokraten weitere Standorte in Wetter als untersuchungswerte Grundstücke vor. So beantragt die FDP-Fraktion im nächsten Jugendhilfeausschuss und im Bauausschuss, das Heringhäuser Feld sowie das Areal in Wengern an der Osterfeldstraße / Ecke Nordstraße, auf dem die Ansiedlung von Einzelhandel geplant ist, transparent zu überprüfen. „Vielleicht lassen sich auf einem gemeinsamen Entwicklungsareal, gegebenenfalls unter Ankauf zusätzlicher, privater Flächen beide Ansiedlungsvorhaben nebeneinander realisieren. Die vorgeschlagenen Standorte wären zwar dann nicht allesamt in Grundschöttel, könnten in einem konstruktiven Dialog zwischen Verwaltung, Bürgerinnen und Bürgern sowie der Politik aber als Alternativen in Erwägung gezogen werden. Denn die Schaffung von neuen Betreuungsplätzen ist per se erst einmal etwas sehr Positives für die Stadt und ein Signal für mehr Familienfreundlichkeit in Wetter.“, so Alexander Stuckenholz abschließend.

Antrag der FDP-Fraktion für JHA und SWBA