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FDP fordert Weichenstellungen für Wetters Schulen: „Jetzt die richtigen Entscheidungen für morgen treffen“

Wie stellen wir die Schulen in Wetter für die kommenden Jahre richtig auf? Mit zwei aktuellen Anfragen bringt die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Wetter (Ruhr) wichtige Zukunftsfragen in die Sitzung des Schul- und Kulturausschusses am kommenden Dienstag ein. Dabei geht es sowohl um eine langfristige, interkommunale Schulentwicklungsplanung als auch ganz konkret um die Frage, ob im Zuge der bereits laufenden umfangreichen Sanierung des Geschwister-Scholl-Gymnasiums der nachträgliche Einbau einer Klimaanlage noch möglich und wirtschaftlich darstellbar ist.

Wie stellen wir die Schulen in Wetter für die kommenden Jahre richtig auf? Mit zwei aktuellen Anfragen bringt die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Wetter (Ruhr) wichtige Zukunftsfragen in die Sitzung des Schul- und Kulturausschusses am kommenden Dienstag ein. Dabei geht es sowohl um eine langfristige, interkommunale Schulentwicklungsplanung als auch ganz konkret um die Frage, ob im Zuge der bereits laufenden umfangreichen Sanierung des Geschwister-Scholl-Gymnasiums der nachträgliche Einbau einer Klimaanlage noch möglich und wirtschaftlich darstellbar ist.

Die FDP-Fraktion greift zunächst die geplante gemeinsame Schulentwicklungsplanung der Städte Gevelsberg, Ennepetal, Sprockhövel, Schwelm und Hattingen auf. Die Liberalen wollen von der Stadtverwaltung wissen, ob auch Wetter eine Beteiligung angeboten wurde und ob seitens der Verwaltung Interesse besteht, sich an einer solchen interkommunalen Planung zu beteiligen.

Aus Sicht der FDP spricht vieles dafür, Schulentwicklung nicht isoliert innerhalb einzelner Stadtgrenzen zu betrachten. Schließlich besuchen Schülerinnen und Schüler aus Wetter Schulen in den Nachbarstädten – gleichzeitig kommen junge Menschen aus umliegenden Kommunen zum Schulbesuch nach Wetter.

„Schulentwicklung endet nicht am Ortseingangsschild. Wenn Schülerinnen und Schüler täglich zwischen unseren Städten pendeln, müssen wir auch bei der Planung stärker über Stadtgrenzen hinweg denken. Eine gemeinsame Bestandsaufnahme kann uns helfen, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und unsere Schullandschaft langfristig sinnvoll aufzustellen“, erklärt das FDP-Mitglied im Schul- und Kulturausschuss Barbara Porepp.

Die FDP begrüßt deshalb ausdrücklich die Initiative der fünf Nachbarstädte und würde eine gemeinsame interkommunale Schulentwicklungsplanung aller kreisangehörigen Städte begrüßen.

 

Sanierung des Geschwister-Scholl-Gymnasiums: FDP will Chance für Klimatisierung prüfen

Besonderen Handlungsbedarf sieht die FDP auch beim Geschwister-Scholl-Gymnasium. Das Schulgebäude wird bereits seit diesem Sommer umfangreich baulich saniert. Im Rahmen der Maßnahmen ist der Einbau einer dezentralen Lüftungsanlage vorgesehen. Nach bisherigem Stand stehen hierfür Kosten von rund 1,1 Millionen Euro im Raum.

Die FDP-Fraktion möchte deshalb von der Verwaltung wissen, ob diese Kostenschätzung weiterhin aktuell ist und welche Kosten alternativ mit dem Einbau einer Klimaanlage verbunden wären. Darüber hinaus stellt sich aus Sicht der Liberalen angesichts der bereits laufenden Sanierung eine entscheidende praktische Frage: Lässt sich eine Klimatisierung zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt noch sinnvoll in die laufenden Planungen und Baumaßnahmen integrieren?

„Wenn ein Schulgebäude ohnehin umfassend saniert wird, müssen wir jetzt prüfen, ob wir die Chance nutzen können, es auch für zunehmend heiße Sommertage besser aufzustellen. Entscheidend ist für uns: Ist eine Klimaanlage wirtschaftlich darstellbar und lässt sie sich in dieser Phase der Sanierung technisch und planerisch noch integrieren? Genau diese Antworten brauchen wir jetzt – denn nach Abschluss der Sanierung wäre eine spätere Nachrüstung möglicherweise deutlich aufwendiger“, erklärt Barbara Porepp.

Hintergrund der Anfrage sind auch die hohen Temperaturen in Klassenräumen während des vergangenen Sommers und damit verbundene Unterrichtsausfälle. Für die FDP muss deshalb geprüft werden, welche technische Lösung langfristig geeignete Lernbedingungen gewährleisten kann.

Dabei gehe es ausdrücklich zunächst um eine ergebnisoffene Prüfung. Eine dezentrale Lüftungsanlage und eine Klimatisierung erfüllen zudem nicht zwangsläufig dieselben Funktionen. Umso wichtiger sei es, technische Machbarkeit, Nutzen und Kosten transparent gegenüberzustellen.

„Wir wollen keine Lösung vorwegnehmen. Aber wir wollen verhindern, dass wir in einigen Jahren feststellen, dass wir während einer millionenschweren Sanierung eine Chance ungenutzt gelassen haben. Wenn eine Klimatisierung technisch machbar und finanziell vertretbar ist, gehört diese Möglichkeit jetzt auf den Tisch“, so Porepp.

Für die Liberalen haben beide Anfragen einen gemeinsamen Kern: Entscheidungen im Schulbereich müssen vorausschauend getroffen werden.

„Unsere Schulen sind eine der wichtigsten Investitionen in die Zukunft unserer Stadt. Deshalb sollten wir weder bei der Schulentwicklungsplanung noch bei der Sanierung unserer Schulgebäude nur auf den heutigen Bedarf schauen. Wir erwarten, dass mögliche Alternativen sorgfältig geprüft werden und der Ausschuss eine belastbare Entscheidungsgrundlage erhält“, erklärt Barbara Porepp abschließend.

 

Die beiden Anfragen werden in der Sitzung des Schul- und Kulturausschusses am Dienstag, 22. September 2026, behandelt.